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Nein Tanke: Zwei Jahre nach Einführung akzeptieren viele Autofahrer den Kraftstoff Super E10 noch immer nicht



E10-Anteil stagniert seit 18 Monaten bei rund 20 Prozent/Mehrheit tankt Super E5/Super Plus-Absatz hat sich fast verdoppelt

Kempten, 13. März 2013. Deutschlands Autofahrer setzen weiterhin auf den Kraftstoff Super E5, der einen fünfprozentigen Bioethanol-Anteil hat. Auch 2 Jahre nach Einführung überwiegen an den Zapfsäulen die Zweifel an der neuen Kraftstoffsorte E10. Das hat eine Befragung des Energiehändlers Präg unter 91 Betreibern seiner rund 100 Tankstellen ergeben.

Nur 16 Prozent der befragten Tankstellenunternehmer meinen, dass die ursprüngliche Skepsis bei Kunden gegenüber E10 heute verschwunden ist. 44 Prozent beobachten bei den Autofahrern weiterhin ein Misstrauen. Knapp jeder zehnte Stationär (9 Prozent) wird laut Präg selbst heute noch mindestens einmal täglich von verunsicherten Autofahrern gefragt, ob E10 Nebenwirkungen für den Motor hat. 17 Prozent der Tankstellenbetreiber werden mindestens einmal wöchentlich danach befragt.

Die von Präg befragten Tankstellenbetreiber schätzen ein, dass lediglich 13 Prozent der Kunden den neuen Kraftstoff E10 voll und ganz akzeptieren. 75 Prozent akzeptieren den Kraftstoff mit der erhöhten Bioethanol-Quote absolut nicht. E10 wurde zum 1. Januar 2011 gesetzlich eingeführt. Im Frühjahr 2011 hatten erste Tankstellen in Bayern und Baden-Württemberg mit der Einführung begonnen. Bis Ende 2011 hatten deutschlandweit nahezu alle Tankstellen die neue Sorte eingeführt.

Klaus-Rüdiger Bischoff, Mitgeschäftsführer bei Präg: "Auch die Absatzentwicklung zeigt, dass die Verbraucher E10 mit gemischten Gefühlen tanken. Obwohl die Mehrzahl der Automodelle von den jeweiligen Herstellern für die Betankung von E10 freigegeben sind, bleiben die Verbraucher verunsichert." Der E10-Anteil an den Tankstellen der Präg-Gruppe in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg beträgt seit anderthalb Jahren nahezu unverändert 17 Prozent und bei den Tankstellen in Bayern und Baden-Württemberg 22 Prozent der Ottokraftstoffe.

Rund 75 Prozent der Autofahrer tanken weiterhin Super E5, das vor der E10-Einführung einen Marktanteil von knapp über 90 Prozent hatte. Der Anteil der Super Plus-Tanker hat sich im gleichen Zeitraum von 3 auf über 5 Prozent fast verdoppelt. "E10 konnte E5 nicht verdrängen. Wir erwarten nicht, dass E10 mittelfristig unter den jetzigen Rahmenbedingungen die gleiche Popularität und die gleichen Marktanteile wie das frühere Normalbenzin haben wird", sagt Bischoff. Die anhaltende Ablehnung beruhe nicht nur auf der immer noch existierenden Angst vieler Autofahrer vor eventuellen technischen Schäden selbst an freigegebenen Automodellen. Auch die gesellschaftliche Diskussion über die Konkurrenz von Energie- und Nahrungsmittelproduktion führt laut Präg zur Zurückhaltung gegenüber E10.


Über das Unternehmen
Das in Kempten ansässige Familienunternehmen Präg ist in verschiedenen Sparten des Energiehandels tätig. 1904 als Hersteller von Leuchtpetroleum und Schmierstoffen gegründet, verfügt Präg heute über mehr als einhundert Jahre Erfahrung in Sachen Energie. So hat sich die Präg-Gruppe mit einem Netz von derzeit rund einhundert Tankstellen zu einem der größten mittelständischen Tankstellen-Netzbetreibern in Deutschland entwickelt. Zudem werden aktuell knapp 40.000 Kunden mit Heizöl und Kraftstoffen aus dem Hause Präg versorgt. Seit 2011 bietet das Traditionsunternehmen außerdem die Versorgung mit Strom, Pellets und Erdgas an. Darüber hinaus verfügt Präg über drei Großtanklager in Kempten, Augsburg und Heidenau, die nationale und internationale Unternehmen als Umschlagplätze zur regionalen Versorgung nutzen. Die Präg-Gruppe ist mit 140 Mitarbeitern und unter der Geschäftsführung von Marc Deisenhofer und Klaus-Rüdiger Bischoff vor allem in Süd- und Ostdeutschland tätig. Weitere Informationen im Internet unter http://www.praeg.de.


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