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Grundinvest Report: Extreme Nachfrage nach Immobilien normalisiert sich

Kurzfristige Investitionsbereitschaft hoch aber leicht rückläufig/Angst vor Immobilienblase lässt nach

München, November 2013. Obwohl Immobilien bei Privatanlegern die beliebteste Anlageklasse bleiben und die Preise in den deutschen Metropolen weiter steigen, scheint wieder mehr Normalität in den Markt einzukehren. Das geht aus dem jüngsten Grundinvest Report hervor, einer quartalsweisen Befragung von 1.000 Privatanlegern nach ihrem Investitionsverhalten.

Wie die Studie zeigt, will jeder fünfte Deutsche (18 Prozent) in den nächsten sechs Monaten eine Immobilie kaufen. Zu Jahresbeginn waren es noch 22 Prozent und im Sommer 20 Prozent. „Die Kaufbereitschaft ist zwar zurückgegangen. Allerdings befinden wir uns vor allem in den Metropolen weiterhin auf einem Niveau, wo die Nachfrage nach Objekten das Angebot bei weitem übersteigt – was die Preise stabilisiert und weiter steigen lässt“, sagt Martin Greppmair, Chefprojektentwickler des Münchner Bauträgers Euro Grundinvest, in dessen Auftrag die Studie zum dritten Mal durchgeführt wurde.

Der wichtigste Treiber für die hohe Nachfrage nach Immobilien bleiben neben der allgemeinen Unsicherheit an den Märkten die niedrigen Zinsen für Immobilienkredite. Aktuell sind die günstigen Konditionen für rund 71 Prozent der Anleger ausschlaggebend für ein Immobilieninvest. In den ersten beiden Quartalen waren es noch über 80 Prozent. Ein Grund dafür könnte der zwischenzeitliche Zinsanstieg um rund 0,5 Prozentpunkte im Herbst sein, der jedoch spätestens seit der Leitzinssenkung wieder wettgemacht wurde. Gute Vermietungsaussichten sind für 65 Prozent ein Investitionsgrund in Betongold, gefolgt von der Immobilien zugeschriebenen Investitionssicherheit und dem erwarteten Inflationsschutz.

Laut Studie bleiben Immobilien für 52 Prozent der Privatinvestoren zudem die beliebteste Anlageklasse. In Gold würden 43 Prozent investieren, in Aktien nur noch knapp 34 Prozent. In Köln ist die direkte Investitionsbereitschaft in Immobilien am größten (63 Prozent), gefolgt von München (60 Prozent) und Hamburg (57 Prozent).

 

Die Studie in Zahlen

Haben Sie vor in den nächsten 6 Monaten eine Immobilie zu kaufen?

Ja: 18%

Weiß nicht: 15%

Nein: 67%

 

Anlageklassen: Worin würden Sie aktuell investieren?

  • Immobilien direkt: 52%
  • Gold: 43%
  • Barreserven um Liquidität zu erhöhen: 36%
  • Aktien: 34%
  • Fonds: 28%
  • Diamanten: 24%
  • Silber: 22%
  • Rohstoffe: 19%
  • Immobilien indirekt: 18%
  • Kuns: 13%
  • Risikokapital: 7%

 

Was denken Sie: Warum lohnt es sich derzeit, in Immobilien zu investieren:

  • Niedrige Zinsen für Immobilienkredite: 71%
  • Gute Vermietungsaussichten: 65%
  • Hohe Investitionssicherheit/Wertstabilität: 61%
  • Guter Inflationsschutz: 61%
  • Günstige Immobilienpreise: 41%
  • Fehlende Anlagealternativen: 41%
  • Investitionen in Immobilien lohnen derzeit nicht: 12%