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Mietpreisbremse: Investoren könnten Mietpreisdeckelung durch Vorzugseffekte kompensieren

Immobilienexperte erwartet kaum Auswirkungen durch Koalitionsvertrag auf Immobilienwirtschaft/Fundamentaldaten für Investoren entscheidend/Bei Neubauprojekten könnten Mieten durch Vorzugseffekte eher steigen

München, 12. Dezember 2013. Kapitalanleger können das Thema Mietpreisbremse im Koalitionsvertrag nach Meinung des Bauträgers Euro Grundinvest entspannt verfolgen. „Wir erwarten kaum Auswirkungen auf das Investment Immobilie. Auch eine mögliche Umlegung der Maklerprovision auf den Vermieter würde die Rendite nur minimal schmälern“, sagt Martin Greppmair, Chefprojektentwickler bei Euro Grundinvest.


Euro Grundinvest rechnet für 2014 mit einer anhaltend starken Nachfrage von privaten und institutionellen Investoren nach Immobilien in ausgewählten deutschen Ballungszentren. Die schlechte Entwicklung der europäischen Konjunktur sowie der Niedrigzins der Europäischen Zentralbank lassen Investoren kaum eine andere Möglichkeit. Ungeachtet der schlechten Perspektiven überzeugen Immobilienmärkte wie in München durch ihr prognostiziertes Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum. „Die geplanten politischen Änderungen beeinflussen nicht die hervorragenden Fundamentaldaten am deutschen Immobilienmarkt“, sagt Greppmair. „Auch im kommenden Jahr erwarten wir deshalb auf der Käuferseite deutlich mehr Kapitalanleger als Eigennutzer – unabhängig davon was im Koalitionsvertrag steht und was jemals davon umgesetzt wird.“


Aktuell sieht der Koalitionsvertrag vor, dass die Miete bei bestehenden Mietverträgen um maximal 15 Prozent binnen drei Jahren erhöht werden darf.  Bei Wiedervermietung von Wohnraum sollen „die Mieterhöhungsmöglichkeiten auf maximal 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete“ beschränkt werden können. In München ist dies bereits geplant.


Erstvermietungen von frei finanzierten Neubauten sind jedoch nicht betroffen. Kapitalanleger können ihre neu erworbene Eigentumswohnung entsprechend zu Preisen vermieten, die der Markt erlaubt. Es wäre laut Euro Grundinvest sogar möglich, dass Kapitalanleger bei der Erstvermietung noch höhere Mieten ansetzen und ansetzen müssen, um die künftig gekappten Mieterhöhungsmöglichkeiten auszuschließen. Mit solchen Vorzugseffekten würde der aktuelle Koalitionsvertrag die Mieten sogar steigen lassen“, erklärt Greppmair. Die derzeit geringe Rendite in Ballungszentren könnte sich etwas verbessern. Positiv für Investoren sei die Tatsache, dass Investoren bei der Weitervermietung ihre Bestandsmieten ansetzen dürfen – und nicht auf das ortsübliche Mietniveau senken müssen.