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Bürostandort Neuperlach Süd: Moderne Bürowelten in betagten Gebäuden

Zukunftsgerechte Bürokonzepte machen Standort attraktiver / Standortinitiative neuperlachsüd stellt neue Arbeitswelten im Viertel vor

München (29. Oktober 2014). Bei einer Sanierung werden viele Objekte nicht nur neu gestaltet. Modernisierungen bieten zudem die Chance, Arbeitsabläufe zu optimieren und Unternehmenskulturen zu erneuern. Denn: Einrichtungskonzepte können sich merklich auf Tagesgeschäft, Betriebsklima und Mitarbeitermotivation auswirken.  Die Bürogestaltung entscheidet maßgeblich über das Zusammenspiel von Konzentration und Kommunikation – durch gemeinschaftliche Aufenthaltsorte und kreative Pausenzentren auch über den Schreibtisch hinaus. „Offene Büromodelle werden immer beliebter, weil die Kommunikationsmöglichkeiten in den vergangenen Jahren mobiler und flexibler geworden sind“, sagt Harald Klötzl, Sprecher der Standortinitiative neuperlachsüd. Die Initiative stellt zwei Bürowelten der Zukunft in Neuperlach Süd vor, zeigt wie sie aussehen und wie sie funktionieren.


Gustl-Alm: Mittags auf die Hütte

Seit diesem Sommer können Mitarbeiter des Heinemann Bogens in der Mittagspause auf die Alm. Denn: Nach einem allgemeinen, circa einjährigen Refurbishment entstand mit der Mieterlounge „Gustl-Alm“ im Foyer ein uriges Ambiente in modernem Alpenstil , das die regionale Gemütlichkeit widerspiegelt, sie modern interpretiert und gleichzeitig Rückzugsräume sowie Entspannungsflächen liefert. So verzieren Ballgestrüppe aus Holz als rustikale Dekoration Tische und Böden und erinnern gleichzeitig ein wenig an ein bayerisches Pendant zu „Vegetal“ der Gebrüder Bouroullec. Anderenorts in der Lounge entsteht durch ein schwarz-weißes Bild eines Gebirgspanoramas, die Möblierung und den wechselnden Bodenbelages der Eindruck einer Kombination aus Art Déko und stilechter Berghütte. Bei ihrer Gestaltung stand der Mieter dabei im Fokus der Gustl-Alm. So war die Idee der Eigentümerin Deka Immobilien GmbH nicht nur alle Flächen von Foyer über Aufzugsvorräume bis zur Lounge zu verschönern. Vor allem sollte für Angestellte in den Räumlichkeiten ein Mehrwert erzeugt werden.


Aviva: Die Mitte finden

Kommunikationsflut, Komplexität, Burnout: Die Arbeitswelt hat sich in den vergangenen Jahren deutlich beschleunigt. Und fast scheint es ein wenig, als hätten Büroarchitekten in München Anfang 2000 geahnt, wie wichtig es einmal werden würde, für Ausgleich zu sorgen. Das aviva Munich ist das erste Feng-Shui-Bürogebäude Europas und hat dafür das “Vital-Energy-Office”-Gütesiegel des Qi-Mag-Instituts erhalten. Die Idee: Die Naturelemente Wasser, Stein, Holz und grüne Pflanzen in einer Büroimmobilie zu einer Einheit zusammenzuführen. Warum? Damit sich Mitarbeiter wohler fühlen. Das Ergebnis ist eine Mischung aus alter Kunst und neuzeitlichen Anforderungen an einen Arbeitsplatz, die den im aviva eingemieteten Unternehmen B/S/H/ Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH eine Heimat in Neuperlach Süd gegeben hat. Der sechsgeschossige Gebäudekomplex beinhaltet 84 Einheitsmodule ab 500 Quadratmetern Fläche. Er besteht aus drei Einzelbauten, die unterirdisch über eine Tiefgarage verbunden sind. An der Oberfläche vereinen zwei gläserne Hallen die einzelnen Häuser nach Norden und Süden miteinander. Im Herzen der Anlage konnte so ein konstantes Klima geschaffen werden. Dadurch grünt dort ganzjährig eine mediterrane Pflanzenwelt. Sie ist repräsentativer Mittelpunkt des Bauwerks und neben Casino und Cafeteria wichtigster Sharing-Space für die Angestellten.