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Gut, aber nicht gut genug: Viele Personaler mit IT unzufrieden

Cisar befragt für ADP 75 Personalabteilungen über Zufriedenheit mit der Unterstützung ihrer Aufgaben durch IT-Systeme / Mehrheit der Personaler ist nur im Bereich Entgeltabrechnung wirklich zufrieden / Bei vielen HR-Anwendungen besteht Nachholbedarf

Berlin/Neu-Isenburg – 02. Dezember 2014. Nur 53 Prozent der Personalabteilungen sind mit ihrer IT-Unterstützung zufrieden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Unternehmensberaters Cisar im Auftrag des IT-Servicedienstleisters und HR-Spezialisten ADP Employer Services GmbH. Im Zuge der Umfrage hat Cisar im Oktober telefonisch insgesamt 75 Klein-, Mittel- und Großunternehmen zu ihrer Zufriedenheit mit der IT-Unterstützung im Personalwesen befragt. „Die IT-Unterstützung ist mehr denn je ein Schlüsselfaktor für eine erfolgreiche Personalarbeit. Um qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen wird es immer erforderlicher Standardaufgaben zu automatisieren und moderne Informations- und Kommunikationstechnologien einzusetzen“, erklärt Professor Andreas Kiefer, Geschäftsführer der ADP in Deutschland.


So lagern gemäß ADP 28 Prozent der befragten Unternehmen ihre HR-Anwendungen vollständig an externe Dienstleister aus. Weitere 19 Prozent haben den Betrieb einzelner Anwendungen übergeben. Insgesamt arbeiten 58 Prozent in irgendeiner Form mit externen IT-Lösungen für ihr Personalmanagement. Jedoch halten viele Unternehmen an sogenannten On-Site-Lösungen fest, wie die interne Abwicklung bezeichnet wird. Den Grund dafür sieht Kiefer im mangelnden Vertrauen an die Datensicherheit. Dabei sind gerade die On-Side-Lösungen anfälliger, weil sie veraltet sind. Die meisten stammen noch aus den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts.


„Unsere aktuelle Umfrage zeigt auch, dass 56 Prozent der befragten Unternehmen nur mit der Entgeltabrechnung wirklich zufrieden sind. In anderen HR-Feldern besteht Handlungsbedarf“, sagt Prof. Dr. Walter Gora, Geschäftsführer der Cisar – consulting and solutions GmbH. Seinen Angaben nach hängen die Systeme in zentralen Funktionen nach heutigen Standards der Zeit deutlich hinterher. So liegt mit elf Prozent auf einem weit abgeschlagenen zweiten Platz die Zufriedenheit bei der Reisekostenabrechnung. Mit dem Potenzial der eingesetzten IT im Bereich des Bewerbermanagements und der –rekrutierung war kein befragtes Unternehmen zufrieden.


Die Befragung fand außerdem heraus, dass beinahe alle Unternehmen die Vorteile des Outsourcings von HR-Anwendungen anerkennen. Gerade einmal vier Prozent sehen keinerlei Vorteile für sich, wenn ihr Betrieb und ihre HR-Anwendungen von einem externen Dienstleister betreut werden. Kiefer: „Für viele Unternehmen steht beim Outsourcing die Entlastung der HR-Mitarbeiter sowie der IT im Vordergrund. Jedoch ist ein Umdenken festzustellen. Unternehmen erkennen zunehmend das Einsparpotenzial und die Wirtschaftlichkeit des Outsourcings an.“