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Weltmarktführer sind nicht zwingend Weltklasse

ADP-Studie: Weltmarktführer nutzen nicht das Potenzial ihrer Personalabteilungen

Berlin/Neu-Isenburg – 22. Januar 2015. Deutsche Weltmarktführer sind im Hinblick auf ihre Personalarbeit nur Durchschnitt. Das zeigt eine Studie des IT-Servicedienstleisters und HR-Spezialisten ADP. Im Vorfeld des jährlichen Gipfeltreffens der Weltmarktführer vom 27. bis 29. Januar 2015 ließ ADP mehr als 50 Weltmarktführer zu ihrer Personalleistung befragen. „Das Ergebnis zeigt, dass der Mehrwert von HR in Deutschland zwar erkannt wurde, aber auch, dass das wirtschaftliche Potenzial noch immer nicht ausgeschöpft wird“, sagt Andreas Kiefer, Geschäftsführer bei ADP in Deutschland.


Befragt  wurden neben Großkonzernen auch mittelständische Unternehmen. So sehen die befragten Unternehmen unabhängig von ihrer Größe die Personalarbeit nicht nur als reine Verwaltungsfunktion. Die Aufgabe als Weiterbilder und Personalentwickler haben 75 Prozent erkannt. Für die Hälfte gehört es zum Leistungsumfang der HR auch in Veränderungsprozessen einbezogen zu sein und die Unternehmensziele durch gezielte Strategieentwicklung zu erreichen.


In der Praxis allerdings werden diese Vorstellungen laut der ADP-Untersuchung nur mangelhaft umgesetzt. Hinsichtlich geplanter Personalentwicklung und -förderung besetzen nur 26 Prozent der Unternehmen Führungspositionen mit internen Mitarbeitern. Nur 59 Prozent haben eine interne Personalplanung beziehungsweise ein Personalcontrolling. 17 Prozent gaben darüber hinaus sogar an, nicht zu reagieren, wenn die tatsächlichen Personalkosten nicht mit den geplanten Personalkosten übereinstimmen. Keines der befragten Unternehmen gliedert die Personalplanung an einen externen Dienstleister aus.


Die Studie sieht jedoch ebenfalls einen Wandel der Personalarbeit voraus. Während ein Gros (75 Prozent) der Personalarbeit derzeit in operativen Tätigkeiten steckt, wird die HR gemäß der Studie künftig mit 40 Prozent für die Effizienzsteigerung eines Unternehmens verantwortlich sein und 20 Prozent der strategischen Aufgaben übernehmen. „Der demografische Wandel und der Fachkräftemangel werden sich bis 2025 stark verschärfen. Bei gleichzeitig steigendem Kostendruck liegt gerade in standardisierten Prozessen und im Outsourcing ein hohes Einsparpotenzial“, sagt Kiefer.


Quelle der Weltmarktführer für die Studie war das „Lexikon der deutschen Weltmarktführer“,  herausgegeben von Dr. Florian Langenscheidt und Prof. Dr. Bernd Venohr. Es porträtiert die Geschichte und Produkte deutscher Unternehmen, die sich in ihrer jeweiligen Branche unter die besten drei Unternehmen der Welt gearbeitet haben. Beim Gipfeltreffen der Weltmarktführer wird das Lexikon feierlich in seiner Neuauflage von 2015 prämiert. Die Erstauflage ist ausverkauft.