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HR-Entscheider haben den Anpassungsdruck nicht verstanden

ADP-Befragung zeigt: Jeder dritte HR-Verantwortliche hat seine Personalabteilung seit mindestens zwei Jahren nicht weiterentwickelt / 40 Prozent modernisierten 2014 ihre Abteilung

Berlin/Neu-Isenburg – 25. Februar 2015. Modernisieren und anpassen wird überbewertet – zumindest denken das viele deutsche Personalchefs. Während sich die Rahmenbedingungen, Anforderungen und Aufgabengebiete der Personalabteilungen rasend ändern, haben 36 Prozent der HR-Verantwortlichen Abläufe und Organisation in ihren Abteilungen seit zwei oder mehr Jahren nicht mehr verändert. Zu diesem Ergebnis kommt der Servicedienstleister und HR-Spezialist ADP. Das Unternehmen befragte im November und Dezember 2014 in Zusammenarbeit mit der Cisar GmbH mehr als 100 Personalleiter und Vorstände von deutschen Klein-, Mittel- und Großunternehmen. „Noch zu viele HR-Verantwortliche sehen keinen Bedarf, ihre eignen Abteilungen auf den Prüfstand zu stellen“, sagt Andreas Kiefer, Geschäftsführer bei ADP in Deutschland.


Gemäß des Experten wurde die Theorie verstanden. So weiß ein Gros der Personalchefs, dass zum modernen Aufgabenspektrum der HR nicht nur reine Verwaltungsfunktionen zählen, sondern auch die Aufgaben eines firmeninternen Weiterbilders sowie Personal- und Strategieentwicklers. Jedoch modernisierten im vergangenen Jahr nur 40 Prozent ihre Personalabteilung. Weitere 13 Prozent passten die Struktur zumindest zuletzt in 2013 an. Bei 16 Prozent ist die Modernisierung mehr als  fünf Jahre her, wovon ganze neun Prozent der Befragten seit über zehn Jahren nichts mehr an ihrer Abteilung geändert haben. 45 Prozent der Verantwortlichen sind dabei mit der Qualität der HR-Leistungen zufrieden. 56 Prozent beurteilen ihre Organisationsstruktur als gut oder sehr gut.


Jedoch ist der Wandel dringend nötig. Bei 35 Prozent der Unternehmen binden administrative Aufgaben noch immer mehr als die Hälfte aller HR-Mitarbeiter. Bei elf Prozent ist sogar jeder Mitarbeiter der Personalabteilung mit der Entgeltabrechnung und Personalverwaltung beschäftigt. Kiefer: „Die Möglichkeiten und Freiräume sind vorhanden. Beinahe zwei Drittel (61 Prozent) der Personalverantwortlichen steht ein eigenes Budget zur Verfügung. Um die HR an ihre neue Rolle des Business Partners anzupassen, sollten Prozessstrukturen wirtschaftlich und modern gestalten sein. Lösungen hierfür sind Cloud-basierte Konzepte ebenso wie ein vermehrter Einsatz von Social Media.“