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HR-Entscheider: Dilemma bei der Entgeltabrechnung

ADP-Umfrage zeigt: Personalleiter sind gegenüber Outsourcing der Entgeltabrechnung immer noch sehr zurückhaltend / Vorteile der Auslagerung werden erkannt, jedoch wegen Bauchgefühl ignoriert

Berlin/Neu-Isenburg – 12. März 2015. Deutsche HR-Verantwortliche bevorzugen es auf der einen Seite, die Entgeltabrechnung im eigenen Unternehmen durchzuführen. Auf der anderen Seite beklagen sie sich über mangelndes Personal, da ihre Mitarbeiter zu sehr an administrative Aufgaben gebunden sind. Das zeigt eine Umfrage des IT-Dienstleisters und HR-Spezialisten ADP. Das Unternehmen befragte in Zusammenarbeit mit der Cisar Consulting and Solutions GmbH 75 Personalleiter deutscher Klein-, Mittel- und Großunternehmen telefonisch zu ihrem Einsatz von Lohn- und Gehaltsabrechnungslösungen. „Personalleiter verharren noch zu sehr in der Rolle des administrativen Unterstützers. Gleichzeitig hadern sie, die Prozesse auszulagern, so den Kostendruck zu senken und personelle Ressourcen zu schonen“, sagt Andreas Kiefer, Geschäftsführer bei ADP in Deutschland.


Gemäß des Personalexperten lagern gerade einmal 16 Prozent der Befragten die gesamte Entgeltabrechnung aus. 27 Prozent führen die Abrechnung auf externen Systemen selbst durch und ein Mehr von 57 Prozent der Unternehmen betreibt ihre Entgeltabrechnungssysteme selbst und intern. So geben 69 Prozent als Hauptgrund für interne Lösungen an, die Unabhängigkeit wahren zu wollen. Daneben sind Flexibilität (67 Prozent) und der Glauben daran entscheidend, die Daten intern vertraulicher behandeln zu können (59 Prozent). Für jeweils rund die Hälfte der Befragten gibt es immerhin keinen Handlungsbedarf, da es schlichtweg gut funktioniert (51 Prozent) oder weil die Mitarbeiter gute Dienste leisten (53 Prozent).


Gleichzeitig beklagen die HR-Entscheider, dass ihnen zu wenig Personal für strategische und konzeptionelle Aufgaben zur Verfügung steht. Denn: Die wenigsten Unternehmen sind bereit, sowohl administrative Tätigkeiten als auch strategisch-beratende Personalfunktionen hinreichend mit Mitarbeitern auszustatten. Zudem räumen die Personaler Vorteile ein, die eine ausgelagerte Lohn- und Gehaltsabrechnungen mit sich bringt. So sehen 20 Prozent die IT und 18 Prozent die Mitarbeiter entlastet. Ebenfalls 18 Prozent geben zu, dass weniger Knowhow benötigt wird. Nur fünf Prozent erkennen dagegen den Kostenvorteil. „61 Prozent der HR-Bereiche verwalten ein eigenes Budget. Gerade hier ist das Argument der Kostenersparnis durch interne Lösungen nur oberflächlich haltbar. Die Tatsache, dass die Sicherheit bei zertifizierten IT-Dienstleistern wesentlich höher ist, wird durch ein ‚Bauchgefühl, das für interne Lösungen spricht‘ weg argumentiert“, sagt Walter Gora, Geschäftsführer bei Cisar.