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Ratgeber Marketing: Das Einmaldrei erfolgreicher Unternehmensgründung



Hohe Anfangssterblichkeit von Start-ups / Verein Gründungsengel beleuchtet die häufigsten Gründungsfehler

München (24. Juni 2015) Gerade weil die Anfangssterblichkeit bei Start-up-Unternehmen sehr hoch ist, haben Münchner Unternehmer den Gründungsengel e.V. ins Leben gerufen. Mit ihrem Engagement unterstützen sie Jungunternehmer dabei, ihre Firmen vom Start weg auf eine solide Basis zu stellen. Hierzu beraten die Experten der Gründungsengel in allen Dingen rund um Finanzierung, Marketing und PR sowie bei allen juristischen Fragen. „Fast jedes dritte Gründungsprojekt wird nach Angaben der KfW Bankengruppe innerhalb der ersten drei Jahre beendet“, sagt Steffen Danschacher, Vorsitzender des Gründungsengel e.V.. Grund für ein solches Scheitern sind oft mangelnde Markt- und Marketing-Kenntnisse. Die Gründungsengel klären auf, welches die häufigsten Gründungsfehler sind und wie sie vermieden werden können.

Am Anfang eines Start-ups steht immer die Geschäftsidee des Gründers. Doch damit ein Unternehmen Erfolg haben kann, muss ein Produkt vor allem Folgendes: ein Problem lösen, eine Marktlücke schließen und dem Kunden einen Mehrwert bieten. „Das klingt zwar trivial, aber viele Geschäftsideen scheitern schon daran“, sagt Matthias Barth, Marketing-Experte bei den Gründungsengeln. „Ein Produkt, das sich nicht von seiner Konkurrenz abhebt, wird gegenüber etablierten Marktteilnehmern kaum eine Chance haben. Da kann auch das beste Marketing nur bedingt helfen.“

Auch die Produktverliebtheit ist ein weiterer häufiger Fehler, der junge Unternehmen schnell zum Scheitern bringen kann. „Viele Gründer konzipieren und feilen an ihrer Idee herum, bis sie ihrer Einschätzung nach perfekt ist“, sagt Barth. „Ein Produkt muss in erster Linie jedoch nicht dem Erfinder, sondern dem Kunden gefallen.“ Der Experte rät daher, ein Produkt in Probierphasen vor seiner Markteinführung aktiv zu testen und Marktforschung zu betreiben. So können Kundenmeinungen und -wünsche rechtzeitig in die Produktentwicklung einfließen. Barth: „Besser ein minimal funktionsfähiges Produkt auf den Markt gebracht und Schritt für Schritt erweitert, als am Markt vorbeientwickelt.“

Nicht nur bei der Produktentwicklung, auch später im Vertrieb scheitern Jungunternehmer laut der Gründungsengel daran, dass sie ihre Zielgruppe zu weit fassen. „Welcher Gründer hat schon ein millionenschweres Marketingbudget?“, sagt Barth. „Wer trotz eingeschränkter Mittel verkaufen will, muss zielgenau kommunizieren.“ Im Rahmen der Marktforschung rät er Gründern, ihre Zielgruppen genau zu identifizieren und einzugrenzen. Je genauer ein Unternehmen sich auf einen ganz bestimmten Typ von Wunschkunden konzentriert, umso präziser kann es Inhalte entwickeln, um diese erfolgreich anzusprechen.