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FEB

Tankmonat Januar: Kraftstoffpreise bröckeln weiter

• Super E10 und Diesel knacken im Januar ihre jeweils günstigsten Durchschnittspreise aus 2015
• Diesel bricht ab Monatsmitte dauerhaft die 1-Euro-Marke
• Tanken von E10 in Mannheim, Hamburg und Bremen am günstigsten, in Leipzig, Wuppertal und Dresden am teuersten


Nürnberg, 1. Februar 2016. Die Talfahrt der Kraftstoffpreise geht in die nächste Runde. Das ergibt die aktuelle monatliche Auswertung des Verbraucherinformationsportals clever-tanken.de. Danach knackten im Januar 2016 sowohl Super E10 als auch Diesel ihre durchschnittlichen  Tiefstpreise aus dem Vorjahr. Super E10 war mit 1,22 Euro im Mittel rund vier Cent preiswerter als im günstigen Januar 2015. Diesel lag mit durchschnittlich 0,97 Euro rund sechs Cent unter dem günstigsten Diesel-Durchschnittspreis 2015, der erst im Dezember erreicht worden war. „2016 knüpft nahtlos an die Entwicklung des Vorjahres an. Hier waren die Kraftstoffpreise sortenübergreifend das dritte Jahr in Folge gesunken“, erklärt Steffen Bock, Geschäftsführer von clever-tanken.de.

Wie die aktuelle Auswertung weiter zeigt, wurde nach dem deutschlandweiten Ende der Weihnachtsferien ab der zweiten Januarhälfte die Marke von einem Euro pro Liter Diesel dauerhaft geknackt. Bei Super E10 rutschten die Durchschnittspreise zeitweilig unter 1,20 Euro. Allerdings zeigen sich deutliche regionale Unterschiede. So tankten Autofahrer Super E10 in Mannheim (durchschnittlich 1,1953 Euro pro Liter), Hamburg (1,2017 Euro) und Bremen (1,2023 Euro) am  preiswertesten. Mannheim wurde damit zum zweiten Mal in Folge günstigste Tankstadt im Ranking der 20 größten deutschen Städte von clever-tanken.de. Hamburg schaffte es zum siebten Mal, Bremen sogar zum neunten Mal in Folge unter die günstigsten Top drei. In Leipzig (1,2355 Euro), Wuppertal (1,2217 Euro) und Dresden (1,2216 Euro) hingegen mussten Kraftfahrer im Januar für Super E10 am tiefsten ins Portemonnaie greifen. Für vier Mal Auftanken à 60 Liter Super E10 zahlten die Leipziger rund 296,52 Euro und damit etwa 9,65 Euro mehr als Autofahrer aus Mannheim.

Für Dieselfahrer hingegen war es im Januar in Hamburg (0,9438 Euro), Bremen (0,9519 Euro) und Hannover (0,9543 Euro) am preiswertesten. München (0,9904 Euro), Nürnberg (0,9872 Euro) und Stuttgart (0,9855 Euro) belegten in dieser Kraftstoffkategorie die letzten Plätze im Städteranking. Allerdings blieben die Preise selbst hier im Mittel unter einem Euro.

„Aktuell sieht es nicht so aus, als ob die Abwärtsspirale kurzfristig gestoppt wird. Das Überangebot auf den Weltmärkten hält an, die Rohölnotierungen sind weiterhin rückläufig. Zeitweilig rutschte der Preis für ein Barrel Rohöl der Sorte Brent im Januar auf knapp über 28 US-Dollar. Seit Mitte 2014 ist der Ölpreis um etwa 70 Prozent gefallen. Die Autofahrer profitieren davon weiterhin“, erklärt Steffen Bock. Dennoch rät der Experte Autofahrern, regelmäßig die Preise entlang ihrer geplanten Fahrtrouten via Apps oder im Internet zu vergleichen. So können sie sich selbst im aktuellen Preistief zusätzliches Einsparpotenzial sichern.