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Von Anklam bis Zweibrücken: Immer mehr Kommunen setzen auf WLAN-Hotspots



Für den Tourismus und für die Bürger: Städte und Gemeinden setzen verstärkt auf Public-WLAN / Professionelle WLAN-Einrichtungen verhindern Datendiebstahl und Abmahnungen

Berlin, 25. Oktober 2016. Städtetrip mit der besten Freundin: Von unterwegs schnell nach dem trendigsten Restaurant googeln. Auf Wikipedia die Geschichte des Ortes nachlesen oder sich über Sehenswürdigkeiten informieren. Fotos vom Kurzurlaub inklusive Shopping-Ausbeute auf Facebook, Instagram und Co. live posten. Nicht nur Touristen schauen bei ihren Städtetrips verstärkt nach öffentlichen Internetzugängen. Auch Bürger schätzen öffentliche WLAN-Hotspots – etwa um sich die Wartezeit in öffentlichen Einrichtungen mit Internetsurfen zu vertreiben. „Ein frei zugänglicher Internetzugang ist ein immer wichtigeres Marketinginstrument im Tourismus und ein Bürgerservice. Das geht weit über das Anbieten des Internets hinaus. Städte und Kommunen eröffnen sich eigene Werbeplattformen und die Möglichkeit zum zusätzlichen Dialog zwischen Bewohnern und Urlaubern“, sagt Maximilian Pohl, Geschäftsführer und Mitgründer von MeinHotspot. Basis ist nach seinen Worten allerdings ein WLAN-System, das Kassensystem und eigene Daten sowie vor Abmahnungen schützt.

Wenn Touristen einen freien Internetzugang in ihren Handy-Einstellungen entdecken, löst das oft Glücksgefühle aus. Sie können sich nicht nur schneller über Sehenswürdigkeiten, Personennahverkehr und Einkaufs- sowie Essensangebote informieren, sondern können Erlebnisse digital teilen, Erfahrungen sammeln und positive Bewertungen abgeben. Pohl: „Da heutzutage jeder sein stets knappes Datenvolumen für das mobile Internet im Hinterkopf hat und mobiles Internet im Ausland schnell zur Kostenfalle werden kann, wird freies WLAN dankbar angenommen.“

Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs zur Störerhaftung empfiehlt der Experte jedoch diverse Sicherheitsmaßnahmen. „Professionelle Hotspot-Systeme sorgen dafür, dass die IP-Adresse des Betreiberanschlusses nach außen hin nicht sichtbar ist. So kann der Betreiber bei einer Rechtsverletzung durch Dritte auch künftig nicht ermittelt werden“, erklärt der WLAN-Experte Maximilian Pohl und empfiehlt Städten und Gemeinden entsprechende Vorkehrungen zu treffen.

Außerdem rückt das Thema Datensicherheit bei Hotspots immer mehr in den Fokus. „Ein solide eingerichtetes WLAN-Netz isoliert das Netzwerk des Betreibers und einzelne Geräte voneinander und bietet gleichzeitig Schutz vor Viren und Hackerangriffen.“

Werbung und Markenaufbau verbessern

Nach Installation eines professionellen Netzes eröffnen sich diverse Möglichkeiten. Schon beim Einloggen können Städte und Kommunen die Aufmerksamkeit ihrer Bürger und Touristen auf neue Freizeitangebote oder Sehenswürdigkeiten richten, indem sie diese direkt auf der Login-Seite des WLANs platzieren. So wird unter Umständen das eine oder andere Museum besucht oder eine zusätzliche Stadtrundfahrt gebucht. Die Stadt wird als attraktiver Standort sowohl von Bürgern als auch Touristen wahrgenommen. Über die Login-Seite des WLAN-Hotspots kann zudem Werbung für die Stadt und ihr Angebot geschaltet werden, wodurch sich die Marke stärken und der Markenauftritt verbessern lässt.

Touristenbindung und Feedback

„Public-WLAN hilft dabei, Besucher und Einwohner zu Facebook-Fans zu machen oder sie als Newsletter-Abonnenten zu gewinnen, indem sie direkt auf diese Möglichkeit hingewiesen werden“, erklärt Pohl. Dadurch kann der Kontakt zum Bürger aufrechterhalten werden. Zudem kann die Stadt den Mitbürger auf diese Weise mit Neuigkeiten versorgen – ein praktischer Weg, sich immer mal wieder ins Gedächtnis zu rufen.

Ein weiterer Grund, warum viele Städte und Kommunen auf WLAN-Marketing setzen, ist laut MeinHotspot der zunehmende Wunsch der Besucher, Bewertungen abgeben zu wollen. „Zufriedene Urlauber äußern sich ja eher selten und Kritik wird leider oft direkt öffentlich gepostet“. WLAN-Hotspots mit Gästefeedback erreichen die Nutzer dagegen direkt vor Ort weswegen glückliche Touristen eher kommentieren und unzufriedene Touristen ihr Feedback direkt an die Stadt loswerden können – statt später öffentlich in den sozialen Netzwerken.