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Anleger investieren im ersten Halbjahr 2016 mehr als 1 Mrd. Euro in Münchner Neubauprojekte



Wertentwicklungspotential wichtigstes Kriterium beim Immobilienkauf / Wartungsstau und andere Überraschungen: Private Anleger bei Altbauten eher zurückhaltend

München, 22. November 2016. Wegen der enormen Nachfrage nach Immobilien und dem Mangel an verfügbaren Bestandsobjekten greifen Kapitalanleger bei ihren Investments vermehrt nach Neubauten. Allein in München sind die durchschnittlichen Kaufpreise für neue Eigentumswohnungen im ersten Halbjahr 2016 auf mehr als 7.350 Euro pro Quadratmeter gestiegen, ein Plus von gut 50 Prozent in den vergangenen fünf Jahren. „Besonders private Kapitalanleger mit wenig Erfahrung im Betoninvestment und Bausubstanz entscheiden sich lieber für Neubauten, weil es dabei zu weniger bösen Überraschungen als bei Altbauten kommen kann. Es gibt keinen Wartungsstau“, sagt Emmanuel Thomas, Geschäftsführer der Concept Bau GmbH.

Neubauobjekte machen laut einer aktuellen Statistik des Münchner Immobilienmarktberichtes knapp die Hälfte aller Transaktionen bei Eigentumswohnungen aus. So wurden in München im ersten Halbjahr 2016 rund 2.000 neu gebaute Eigentumswohnungen im Gesamtwert von über 1 Mrd. Euro ver- und gekauft – bei den Bestandsobjekten wechselten in den ersten sechs Monaten rund 5.500 Wohnungen den Eigentümer.

Insgesamt investierten im ersten Halbjahr 2016 Anleger rund 2,5 Mrd. Euro in Münchner Wohneigentum. Die Preise zogen binnen eines Jahres um gut 10 Prozent an. Der Grund für die gestiegene Nachfrage: Private Kleineigentümer investieren in sichere Kapitalanlagen, in denen sie ihr Geld besser aufgehoben wähnen als auf dem Tagesgeldkonto.

Neubauimmobilien bieten gegenüber Bestandsimmobilien den Vorteil, dass der Käufer während der Bauphase Wünsche einbringen kann. Darüber hinaus entsprechen neue Wohnobjekte den aktuellen Vorschriften in Sachen Wärmedämmung sowie Energieeffizienz – das erhöht nicht nur den späteren Mietpreis, sondern erlaubt bei der Finanzierung zusätzliche Fördermöglichkeiten durch die KfW.

Viele Immobilienneulinge tendieren beim Kauf einer Eigentumswohnung dazu, möglichst in der Nähe der eigenen Haustüre zu investieren. Denn: Die meisten Immobilienkäufer vertrauen auf ihre lokalen Marktkenntnisse. „Bei der Immobilie als Kapitalanlage stehen Kriterien wie Sicherheit, Rendite und langfristiges Wertentwicklungspotential im Fokus. Wer an einem Ort kauft, den er selbst seit Jahren kennt, weiß, worauf er sich einlässt und welche Chancen und Risiken eine Mikrolage mit sich bringt“, erklärt Thomas mit Blick auf die Besonderheiten der Infrastruktur direkt vor Ort.