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Tankmonat November: Entspannung an den Zapfsäulen



• Diesel und Super E10 im Schnitt rund 2 Cent pro Liter billiger als im Oktober
• Super E10 in Bielefeld, Dresden und Bremen am teuersten und in Bochum, Essen und Düsseldorf am günstigsten
• Opec-Beschluss und Weihnachtsferien könnten Tanken im Dezember verteuern

Nürnberg, 1. Dezember 2016. Autofahrer konnten im November durchatmen: Die Preise für Super E10 und Diesel sind im Mittel um je rund 2 Cent gegenüber dem Vormonat gefallen. Pro Liter Super E10 zahlten Kraftfahrer durchschnittlich 1,2835 Euro, pro Liter Diesel 1,1077 Euro. Das ergibt die aktuelle monatliche Auswertung des Verbraucherinformationsdienstes clever-tanken.de. Allerdings könnte die Freude über die fallenden Kraftstoffpreise von kurzer Dauer sein. „Nachdem sich das Opec-Kartell Ende November in Wien geeinigt hat, die Ölfördermengen erstmals seit 2008 wieder zu drosseln, ist ein signifikanter Anstieg der Kraftstoffpreise spätestens ab dem neuen Jahr wahrscheinlich. Die Umsetzung der Vereinbarung soll am 1. Januar 2017 starten“, sagt Steffen Bock, Geschäftsführer von clever-tanken.de.

Im November hatten sich beide Kraftstoffsorten zunächst bis zur Monatsmitte kontinuierlich verbilligt, bevor die Preise anschließend schrittweise wieder anzogen. Das hohe Preisniveau aus Oktober mit zeitweise knapp 1,32 Euro pro Liter Super E10 und knapp 1,14 Euro pro Liter Diesel erreichten sie allerdings nicht mehr. Autofahrer spürten im November eine leichte Entlastung. Sie zahlten für vier Tankfüllungen à 60 Liter Super E10 etwa 5,70 Euro weniger als im Oktober, Dieselfahrer sparten rund 3,71 Euro.

Am günstigsten tankten Kraftfahrer laut des monatlichen clever-tanken-Rankings der 20 größten deutschen Städte Super E10 im Schnitt in Bochum (1,2516 Euro pro Liter), Essen (1,2532 Euro) und Düsseldorf (1,2576 Euro). Dieselfahrer zahlten am wenigsten in Bochum (1,0759 Euro), Essen (1,0777 Euro) und Düsseldorf (1,0834 Euro).

Erstmals im Städteranking trat Bielefeld 2016 an den Start – allerdings gleich als die teuerste Tankstadt der Republik. Ein Liter Super E10 kostete dort im Schnitt 1,2869 Euro. Damit zahlten Autofahrer in Bielefeld für vier Mal Auftanken à 60 Liter Super E10 etwa 308,86 Euro, also 8,47 Euro mehr als im günstigen Bochum.

Ebenfalls stärker zur Kasse gebeten wurden Autofahrer an den Tankstellen in Dresden und Bremen. In Dresden zahlten Autofahrer 1,2852 Euro pro Liter Super E10, in Bremen 1,2850 Euro. Dresden platzierte sich damit zum fünften Mal in Folge und zum neunten Mal in diesem Jahr unter die Top 3 der teuersten Super E10-Tankstädte Deutschlands. Bremen schaffte es im Jahresverlauf immerhin achtmal in diese Kategorie. Für den Liter Diesel mussten Autofahrer hingegen im November am meisten in Nürnberg berappen (1,1197 Euro pro Liter), gefolgt von Bremen (1,1127 Euro) und Dresden (1,1086 Euro).

Opec-Ankündigung lässt die Preise steigen

Bereits vor der offiziellen Ankündigung, die Fördermenge in den Opec-Staaten drastisch kürzen und damit der Ölschwemme auf dem Weltmarkt begegnen zu wollen, waren die Preise für Rohöl am 30. November gestiegen. Zumal selbst Nicht-Opec-Staaten wie Russland signalisiert haben, bei der Maßnahme mitziehen zu wollen. „Es ist daher möglich, dass sich das Vorhaben der Förderdrosselung bereits im Dezember an der Börse und damit an den Zapfsäulen auswirkt“, sagt Steffen Bock.

Daher und mit Blick auf den bevorstehenden Weihnachtsverkehr rät der Experte Autofahrern, die Preise regelmäßig entlang ihrer geplanten Routen mittels App, Navigationsgerät, Apple Watch oder dem Internet zu vergleichen. Aktuell betragen die Preisschwankungen bis zu 19 Cent pro Liter am Tag – was sich während der Ferienzeit noch verstärken könnte. Autofahrer, die regelmäßig die Preise vergleichen und nicht am Mittag sowie in den späten Abendstunden tanken, können je nach Kilometerleistung bis zu einige Hundert Euro im Jahr sparen.