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Mobil wohnen, mobil surfen: Professionelle WLAN-Hotspots für Campingplätze im Kommen



Immer mehr Campingplätze bieten offenes und kostenloses Internet für ihre Besucher / Betreiber profitieren von Social-Media-Marketing und direktem Feedback vor Ort / Professionelle Einrichtung und rechtliche Absicherung bleiben auch nach Urteil zur Störerhaftung im Sommer 2016 wichtig  
 
Berlin, 20. Dezember 2016. Freunde mit einem Foto von der tollen Aussicht eifersüchtig machen, die noch im Büro stecken. Ein paar amüsante Videos zwischendurch anschauen, wenn es der Urlaubsruhe doch ein wenig zu viel ist. Die Öffnungszeiten des Kinos im nächstgelegenen Ort checken. Weil ein öffentlicher WLAN-Hotspot für Camper divers Vorteile mit sich bringt, setzen immer mehr Campingplätze auf offenes Internet. „Ein frei zugänglicher Internetzugang ist ein Besuchermagnet. Der Service geht weit über das Anbieten des Internets hinaus. Campingplatzbetreiber eröffnen sich damit eigene Werbeplattformen und die Möglichkeit zum zusätzlichen Dialog mit den Besuchern“, sagt Maximilian Pohl, Geschäftsführer und Mitgründer von MeinHotspot. Basis ist nach seinen Worten jedoch ein WLAN-System, das Abrechnungssysteme und eigene Daten sowie vor Abmahnungen schützt.
 
Angebot erweitern  und Werbung schalten 
 
Immer wieder gibt es auf Campingplätzen kein oder nur sehr schlechtes Internet. Erstens liegen Campingplätze nicht umsonst oftmals abgeschieden – Camper können wegen mangelnder Netzabdeckung weder telefonieren noch mobil surfen. Zweitens bieten bisher nur wenige Betreiber funktionierende WLAN-Hotspots an. Doch die Möglichkeit, vor Ort im Netz bequem surfen zu können, entwickelt sich schnell zu einem der wichtigsten Buchungskriterien für einen modernen Campingplatz. Dies ist vor allem in Kundenrezensionen erkenntlich, in denen es häufig um das Thema geht. Allein das WLAN-Schild an der Einfahrt zeigt: Wir möchten unseren Besuchern einen vollständigen Service bieten und möchten, daß sie sich bei uns besonders wohlfühlen. Für ausländische Campinggäste ist ein freies Internet noch aus einem anderen Grund wichtig. Eigentlich sollen zwar ab Mitte Juni 2017 die Roaminggebühren innerhalb der EU komplett wegfallen. Allerdings sieht es aktuell so aus, als ob es komplizierte Ausnahmeregelungen geben wird.
 
Nach der Installation eines professionellen Netzes eröffnen sich für Betreiber von Campingplätzen diverse Möglichkeiten. Schon beim Einloggen können sie die Aufmerksamkeit ihrer Besucher auf neue Angebote und zusätzliche Leistungen lenken, indem sie diese direkt auf der Login-Seite des WLANs platzieren. „So werden unter Umständen auch weitere buchbare Camping-Einrichtungen von den Besuchern wahrgenommen, die auf dem Bild so verlockend aussehen“, erklärt Pohl. Über die Login-Seite des WLAN-Hotspots kann zudem Werbung für den Campingplatz geschaltet werden, wodurch sich die Marke stärken und der Markenauftritt verbessern lässt.
 
Mehr Feedback und Kontakt zu den Besuchern 
 
Eine weiteres Argument für öffentliches Internet auf dem Campingplatz ist das Social-Media Marketing. Denn: Die Besucher werben auf verschiedenen populären Netzwerken automatisch für den jeweiligen Campingplatz, indem sie mit Geo-Tags am entsprechenden Ort einchecken, oft mit Bild oder Kommentar. „Besucher-WLAN hilft dabei sowohl neue Facebook-Fans wie auch Newsletter-Abonnenten zu gewinnen, indem sie direkt auf diese Möglichkeit hingewiesen werden“, sagt Pohl. „Schon längst nicht nur die Teenies sondern ebenso Best-Ager, die außerhalb der Hauptsaison reisen, nutzen intensiv das Internet auf den Plätzen. Mobiles Internet ist ein Thema für alle Besuchergruppen bis hin zu Oma und Opa, die mit ihren Enkeln facetimen möchten.“
 
Ein weiterer Grund, warum immer mehr Campingplätze auf WLAN-Marketing setzen, ist laut MeinHotspot der zunehmende Wunsch der Besucher, Bewertungen abzugeben. Zufriedene Gäste äußern sich ja eher selten und Kritik wird leider oft direkt öffentlich gepostet. WLAN-Hotspots mit Besucherfeedback erreichen die Nutzer dagegen direkt vor Ort, weswegen glückliche Kunden eher kommentieren und unzufriedene Kunden ihr Feedback direkt an den Betreiber loswerden können – statt später öffentlich in den sozialen Netzwerken. Ebenso können Kunden auf der MeinHotspot-Portalseite direktes Feedback abgeben, das nicht öffentlich ist, sondern in Form einer Statistik von dem Geschäftsführer eingesehen werden kann. Ferner kann auch der Kontakt zum Besucher aufrechterhalten werden, selbst wenn er den Campingplatz verlassen hat. Der Betreiber kann auf diese Weise die Gäste mit Neuigkeiten versorgen – ein praktischer Weg, sich immer mal wieder ins Gedächtnis zu rufen.
 
Absicherung unentbehrlich
 
Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs zur Störerhaftung empfiehlt der WLAN Experte Maximilian Pohl jedoch diverse Sicherheitsmaßnahmen. „Professionelle Hotspot-Systeme sorgen dafür, dass die IP-Adresse des Betreiberanschlusses nach außen hin nicht sichtbar ist. So kann der Betreiber bei einer Rechtsverletzung durch Dritte auch künftig nicht ermittelt werden“, erklärt Pohl. „Ein einfacher Router für den Heimbedarf reicht da allein wegen Signalstärke nicht aus, vielmehr wird ein Controller benötigt, der die Abrechnungsysteme unterstützt und eine Zeit- und Volumenbegrenzung ermöglicht“. Außerdem rückt das Thema Datensicherheit bei Hotspots immer mehr in den Fokus, weil zahlreiche Anwendungen ebenfalls über WLAN betrieben werden. „Ein professionell eingerichtetes WLAN-Netz isoliert das Netzwerk des Betreibers und einzelne Geräte voneinander und bietet gleichzeitig Schutz vor Viren und Hackerangriffen.“