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JUN

Kraftstoffpreise im Mai leicht gesunken



- Dieselpreis im Jahrestief  
- Super E10 am teuersten in Frankfurt am Main, Bielefeld und Bochum 
- Diesel am teuersten in München, Stuttgart und Frankfurt am Main 
- Frankfurt am Main zum fünften Mal in Folge teuerste Tankstadt  
- Bielefeld sieben Mal nacheinander unter den teuersten Tankstädten
 
Nürnberg, 1. Juni 2017. Tanken war im Mai wieder günstiger. Nach einem teuren Start am bundesweiten Maifeiertag waren die Preise an den Zapfsäulen bis zur Monatsmitte leicht gefallen. Sie kletterten anschließend zwar wieder leicht nach oben. Im Vergleich zum Vormonat April aber sank der durchschnittliche Literpreis für Super E10 um 2 Cent und für Diesel um rund 3 Cent. Das ergibt die aktuelle Auswertung des Verbraucherinformationsdienstes clever-tanken.de. „Nach dem Ende Mai getroffenen Beschluss der Organisation erdölexportierender Länder (Opec), ihre Fördermengen weiterhin zu drosseln, und mit dem Start der bundesweiten Sommerferien wird der Preistrend in den kommenden Wochen allerdings eher wieder nach oben gehen“, sagt Steffen Bock, Gründer und Geschäftsführer von clever-tanken.de.
 
Im Mittel kostete der Liter Super E10 im Mai 1,3291 Euro. Für vier Tankfüllungen à 60 Liter zahlten Kraftfahrer damit rund 319 Euro. Das waren 5,53 Euro weniger als im April. Für Diesel wurden pro Liter durchschnittlich 1,1300 Euro aufgerufen – der bisher niedrigste Durchschnittswert im Jahr 2017. Vier Tankfüllungen à 60 Liter Diesel waren damit 6,24 Euro günstiger als im Vormonat.
 
Für beide Kraftstoffsorten war der 1. Mai 2017 der teuerste Tanktag des Monats. 1,3450 Euro wurden im bundesdeutschen Schnitt an diesem Tag pro Liter Super E10 aufgerufen und 1,1490 Euro pro Liter Diesel.
 
Laut des monatlichen Vergleiches der 20 größten deutschen Städte von clevertanken.de zahlten Kraftfahrer im Mai für Super E10 am wenigsten in Bremen (1,2948 Euro pro Liter), Nürnberg (1,2994 Euro) und Berlin (1,3063 Euro). Bremen wurde damit zum dritten Mal in Folge eine der günstigsten Tankstädte im Ranking. Am tiefsten ins Portemonnaie greifen mussten Kraftfahrer hingegen für Super E10 in Frankfurt am Main (1,3334 Euro), Bielefeld (1,3304 Euro) und Bochum (1,3259 Euro). Damit ist Frankfurt zum fünften Mal in Folge teuerste Tankstadt der Republik und zum sechsten Mal in Folge unter den Top 3 der teuersten Tankstädte. Bielefeld landete sogar sieben Mal nacheinander unter den drei teuersten Tankstädten des Landes. Für vier Tankfüllungen à 60 Liter Super E10 zahlten Autofahrer in Frankfurt rund 320 Euro und somit 9,26 Euro mehr als im günstigen Bremen.
 
In puncto günstige Dieselpreise hatten im Mai ebenfalls die Bremer die Nase vorn. 1,0831 Euro zahlten sie im Schnitt pro Liter. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Leipzig (1,0990 Euro) und Hamburg (1,1015 Euro). Hingegen zahlten die Münchner für Diesel am meisten. 1,1339 Euro kostetet der Liter hier durchschnittlich. Es folgten Stuttgart (1,1328 Euro) und Frankfurt am Main (1,1327 Euro).
 
Steffen Bock: „Die Preise für Super E10 und Diesel sind zwar im Mai leicht gefallen. Dennoch sollten sich Autofahrer in den kommenden Wochen eher darauf einstellen, wieder mehr Geld an den Zapfsäulen auszugeben.“ Als einen Grund nennt der Experte, dass sich die Ölminister der Opec sowie Vertreter von elf Nicht-OpecLändern bei einem Treffen in Wien am 25. Mai 2017 dazu entschieden haben, die Förderbremse für Rohöl weiterhin durchzutreten. Damit wird das seit Januar dieses Jahres geltende Produktionslimit um neun Monate bis März 2018 verlängert. Mit der Maßnahme will das Ölkartell die Lagerbestände abbauen und so den seit Jahren niedrigen Rohölpreis wieder nach oben drücken. Als weiteren Grund für eine mögliche Teuerung der Kraftstoffpreise nennt Bock die bevorstehenden bundesweiten Sommerferien. „Viele Tankstellen werden die Urlaubswelle nutzen, um die Preise an den Zapfsäulen anzuziehen. Autofahrer sollten daher vor und während ihrer Reise über das Internet, Navigationsgerät oder Vergleich-Apps prüfen, wo das Tanken entlang der geplanten Fahrtroute am günstigsten ist. Außerdem sollten sie vermeiden, am Mittag und in den frühen Abendstunden zu tanken, da die Preise in diesen Zeiträumen am höchsten sind.“