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JUL

Kraftstoffpreise fallen im Juni auf Jahrestief



• Super E10 am teuersten in Frankfurt am Main, Wuppertal und Bochum
• Diesel kostete am meisten in Frankfurt am Main, München und Mannheim
• Frankfurt am Main zum sechsten Mal in Folge Nummer eins der teuersten Tankstädte
• Trotz Sommerferien Tendenz zu niedrigen Preisen an den Zapfsäulen
 
Nürnberg, 1. Juli 2017. Tanken war im Juni so günstig wie in den vergangenen sechs Monaten nicht mehr. Nachdem die Benzinpreise zum Pfingstsonntag am höchsten waren, fielen sie im Monatsverlauf auf Jahrestief. Gegenüber Mai verbilligte sich Benzin um rund 2 Cent pro Liter und Diesel um rund 3 Cent pro Liter. Das ergibt die aktuelle Auswertung des Verbraucherinformationsdienstes clever-tanken.de. „Solange die Opec-Länder keine neuen Maßnahmen zur Drosselung der Erdölförderung beschließen und umsetzen, ist die Wahrscheinlichkeit zu weiter sinkenden Preisen am Ölmarkt hoch“, sagt Steffen Bock, Gründer und Geschäftsführer von clever-tanken.de.
 
Durchschnittlich 1,3116 Euro kostete der Liter Super E10 im Juni. Für vier Tankfüllungen à 60 Liter zahlten Kraftfahrer damit rund 315 Euro und sparten so 4,20 Euro im Vergleich zu Mai. Auch Dieselfahrer konnten aufatmen. 1,1025 Euro kostete der Liter Diesel durchschnittlich im Juni – und so rund drei Cent weniger als im Mai. Vier Tankfüllungen à 60 Liter Diesel waren damit 6,59 Euro günstiger als im Vormonat.
 
Teuerster Tanktag des Monats war für beide Kraftstoffsorten Pfingstsonntag. 1,1330 Euro kostete der Liter Diesel an dem Feiertag im bundesdeutschen Schnitt. Für den Liter Super E10 wurden an diesem Tag im Mittel 1,3390 Euro aufgerufen. Nach Pfingsten fielen die Kraftstoffpreise dann Woche für Woche auf Jahrestief.
 
Auch im Juni gab es deutliche regionale Preisschwankungen. Am billigsten tankten Kraftfahrer laut des monatlichen Vergleiches der 20 größten deutschen Städte von clever-tanken.de Super E10 im Schnitt in Nürnberg (1,2764 Euro pro Liter), Berlin (1,2816 Euro) und Dortmund (1,2825 Euro). Während Dortmund zum ersten Mal seit knapp drei Jahren überhaupt wieder im Ranking auftauchte, landete Nürnberg zum zweiten Mal in Folge unter den drei günstigsten Tankstädten. Dagegen zahlten Kraftfahrer am meisten für den Liter Super E10 in Frankfurt am Main (1,3199 Euro), Wuppertal (1,3096 Euro) und Bochum (1,3066 Euro). Damit ist Frankfurt zum sechsten Mal in Folge Nummer eins der teuersten Tankstädte Deutschlands und zum siebten Mal in Folge unter den Top 3 der teuersten Tankstädte. Für vier Tankfüllungen à 60 Liter Super E10 zahlten Autofahrer in Frankfurt rund 317 Euro und somit 10,44 Euro mehr als im günstigen Nürnberg.
 
Die günstigsten Dieselpreise boten im Juni die Tankstellen in Dortmund an. 1,0640 Euro zahlten die Kraftfahrer im Schnitt pro Liter. Es folgte Bremen (1,0649 Euro) auf Platz zwei und den dritten Platz teilten sich Hamburg und Essen (1,0736 Euro). Am tiefsten mussten Dieselfahrer hingegen in Frankfurt am Main (1,1042 Euro) in die Tasche greifen. Es folgten München (1,1018 Euro) und Mannheim (1,1010 Euro).
 
Steffen Bock: „Obwohl die Preise für Super E10 und Diesel in den vergangenen Wochen im Schnitt gefallen sind, sollten Autofahrer die Entwicklung beobachten und die Preise entlang ihrer geplanten Fahrtroute via App, Navigationsgerät oder dem Internet regelmäßig vergleichen. Außerdem sollten sie vermeiden, am Mittag und in den frühen Abendstunden zu tanken, da die Preise in diesen Zeiträumen am höchsten sind.“ Autofahrer können trotz des in einigen Bundesländern bevorstehenden Sommerferienbeginns mit Entlastung an den Zapfsäulen rechnen. Als Grund für die fallenden Preise nennt der Experte den Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimavertrag. Dadurch könnten die USA langfristig ihre Bohraktivitäten ausweiten, was den Ölpreis im vergangenen Monat auf ein Jahrestief gedrückt hat.