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Kurzsichtigkeit nimmt zu: Warum Eltern frühzeitig die Augen ihrer Kinder testen lassen sollten



Münchner Optikfachgeschäft rät Eltern zu regelmäßigen Augenglasbestimmungen / Kindersehtesttag am 5. Oktober 2017 in der Münchner Theresie

 

München, 4. Oktober 2017. Weil Kinder immer öfter in Smartphones statt in die Ferne schauen, hat eine Münchner Optikerin Spezialsehtesttage für Kinder ins Leben gerufen. Besonders die Zeit zum Schulanfang eignet sich nach Worten der Expertin für Kontrollen. „Denn: Nicht korrigierte Sehschwächen können nicht nur zu eingeschränkter Sicht führen. Sie hindern Kinder ebenso daran, Freude am Lernen und Lesen zu entwickeln“, erklärt Paola Röber, Optikerin und Inhaberin des Fachgeschäfts Absolut Unitedoptics, die den nächsten halbjährlichen Spezialsehtag am 5. Oktober veranstaltet.

 

„Kinderaugen haben spätestens ab dem Schulalter eine Menge Sehaufgaben zu bewältigen. Ein scharfes, unangestrengtes Sehen in der Ferne und in der Nähe ist Grundvoraussetzung für Freude und Spaß in der Schule. Schreiben, Lesen, Rechnen, Basteln – all dies erfordert eine koordinierte Blickbewegung und eine sehr gute räumliche Sehleistung“, erläutert Expertin Paola Röber. „Allerdings benötigen Kinderaugen spezielle Messungen und Beratung, weshalb wir Kinder-Optometrie empfehlen“, sagt sie. Als Optometrie wird die Lehre vom Sehen sowie von Fehlsichtigkeiten und deren Korrektion bezeichnet. Um den speziellen Anforderungen gerecht zu werden, holt sich die Müchnerin professionellen Beistand aus Hamburg. Die Untersuchungen führt sie daher gemeinsam mit Michael Hornig durch, Fachschuldozent und Kinder-Optometrist.

 

Kinderaugen regelmäßig prüfen

 

Besonders in jungen Jahren zwischen drei und fünf entwickeln sich die Augen aufgrund des permanenten Wachstums kontinuierlich mit. Daher ist es wichtig, halbjährlich Sehtests durchzuführen. „Warum Kinder kurzsichtig werden, kann bislang nur vermutet werden. Jedoch zeigt sich eine deutliche Tendenz dahingehend, dass Kinder von Eltern, die selbst eine Sehschwäche haben, eher zu negativen Dioptrien-Werten neigen“, erklärt die Spezialistin. Die regelmäßige Kontrolle bei einem Optiker wird von vielen Eltern noch nicht als Notwendigkeit gesehen. „Dabei ist es wichtig, die Augen der Kinder genau einzustufen. Eine punktgenaue Landung ist wichtig und durch moderne Vermessungstechnik heute besser denn je möglich“, weiß Paola Röber.

 

Smartphone-Augen bei immer mehr Kindern

 

Die Anzahl der kurzsichtigen Kinder ist auch in Deutschland in den vergangenen Jahren rasant gestiegen. Schuld daran sind laut Röber vor allem die Smartphones und Tablets. Die Kinder starren ständig auf die Bildschirme, das gibt den Augen keine Gelegenheit, auch in die Weite zu blicken. Laut einer Studie verbringen Kinder zwischen 6 und 15 Jahren durchschnittlich 60 Minuten am Tag mit dem Blick auf den Smartphone-Bildschirm.