30
NOV

Architekturbüro für Augsburger Gewerbeprojekt Weitblick 1.7 steht fest



  • Expertenjury entscheidet sich in anonymen Auswahlverfahren für SEHW Architektur aus Berlin
  • Design- und Funktionskonzept schafft eine Landmarkt im Augsburger Innovationspark
  • Baustart für Juli 2018 geplant
  • Mietinteressenten bereits für 68 Prozent der Flächen


Augsburg, den 30. November 2017. Das Architekturkonzept für das Gewerbegebäude Weitblick 1.7 im neuen Augsburger Innovationspark steht fest. Über ein bundesweites Mehrfachbeauftragungsverfahren haben sich die Projektgesellschaft Weitblick GmbH & Co.KG, ein Joint Venture der Audax Projektentwicklungs GmbH, der ITP Management Holding AG und der LeitWerk AG, gemeinsam mit Vertretern aus Politik und Stadtplanung für das Berliner Büro SEHW Architektur GmbH entschieden. Insgesamt hatten an dem Verfahren sieben namhafte Büros teilgenommen. „Die uns präsentierten Entwürfe waren durchweg spektakulär und für Augsburg einzigartig. Für das anonym ermittelte Siegerkonzept hat letztlich die Kombination aus architektonischer Raffinesse und wirtschaftlicher Machbarkeit gesprochen“, sagt Peter Weis, Vorstand des Joint Venture-Partners und Generalplaners LeitWerk.

Bereits acht Monate vor Baubeginn im Juli 2018 sind 68 Prozent der mehr als 16.000 Quadratmeter oberirdischen Bruttogeschossfläche vorvertraglich belegt. Zu den Mietinteressenten gehören bisher vor allem Unternehmen aus dem IT-Bereich. David Kink, Gesellschafter der Audax und Geschäftsführer der Weitblick: „Die hervorragende Vorvermietungsquote spricht für sich. Als Entwickler haben wir Weitblick 1.7 als Landmark im Augsburger Innovationspark geplant – sowohl architektonisch als auch konzeptionell. Die Stadt Augsburg hat diesen Gedanken stets unterstützt. Es freut uns daher sehr, dass wir uns jetzt gemeinsam mit der Stadt für ein innovatives Architekturbüro entschieden haben, das diese Idee optisch umsetzen wird.“

Innovative Landmark

In einem Mehrfachbeauftragungsverfahren hatten sieben Architekturbüros aus Augsburg, München, Berlin und Essen ihre auf dem Bebauungsplan basierenden Entwürfe eingereicht. Darunter auch das renommierte Büro GRAFT, das unter anderem durch die Zusammenarbeit mit Hollywoodstar Brad Pitt bekannt geworden ist. Die anonym eingereichten Konzepte wurden Ende November von einer neunköpfigen Jury aus Vertretern der Stadtplanung und Stadtpolitik sowie den Investor-Partnern bewertet. Dabei spielte neben einer dem Standort gerechten Architektursprache sowie städteplanerischen Aspekten auch die wirtschaftliche Machbarkeit eine Rolle.

Nach den Entwürfen des Siegerkonzeptes von SEHW aus Berlin wird Weitblick 1.7 bis Anfang 2020 in unmittelbarer Nähe zur WWK Arena des Erstligisten FC Augsburg und der vorbeiführenden Hauptverkehrsader B17 auf einer Grundstücksfläche von rund 9.000 Quadratmetern entstehen. Mit einer Höhe von bis zu 25 Metern wird das Gebäude weithin sichtbar sein. Äußerlich besticht die viergeschossige Basisbebauung durch eine Fassade aus eingefärbtem Glas mit integrierter Sonnenschutzwirkung. Aluminiumlamellen mit Photovoltaik-Sonnenschutz sollen die Mitarbeiter zusätzlich vor starker Sonneneinstrahlung schützen und zugleich Strom für das Gebäude produzieren. Darüber hinaus sind Teilbereiche der Fassade als Medienfläche vorgesehen.

Event-Fläche mit Alpenblick

Im Inneren sind auf die Mieter zugeschnittene Büros, Open Spaces sowie Forschungs- und Entwicklungsbereiche geplant. Zudem sollen eine Ganztagsgastronomie mit Außenbewirtung im halböffentlichen Innenhof sowie eine Kindertagesstätte integriert werden. Auf dem Dach entsteht ein schräg über das Gebäude gelegter Kubus aus Glas und Beton, der als Kongress- und Tagungsbereich mit Blick auf die Alpen dienen soll. Mit zwei Stockwerken und insgesamt rund 2.000 Quadratmetern Fläche eignet er sich für hausinterne wie auch externe Tagungen, Events und Versammlungen. Unterirdisch entstehen eine zweigeschossige Tiefgarage mit mindestens 350 Stellplätzen sowie großzügige Lager- und Technikbereiche. Zu den weiteren Extras zählen Angebote zu E-Mobilität, ein Conciergeservice sowie innovative Sicherheits-, Belüftungs-, Beleuchtungstechniken.

Die Nähe zu Universität und öffentlichem Nahverkehr sowie bereits ansässigen Firmen und Forschungseinrichtungen wie der Fraunhofer-Gesellschaft, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) oder der Materials Resource Management (MRM) soll den kontinuierlichen Austausch der Mitarbeiter fördern und rundet das Gesamtkonzept ab.

Stephan Winkler, Geschäftsführer der ITP-Unternehmensgruppe München-Zürich und der Weitblick: „Unser Ziel als Projektentwickler ist es, das Weitblick 1.7 künftig das Aushängeschild der Privatwirtschaft im Innovationspark ist. Der homogene Mieterkreis soll möglichst viele Synergieeffekte haben. Auf die Mieter zugeschnittene Arbeitswelten, innovative bauliche und technische Details sowie eine außergewöhnliche Architektursprache sind die Basis für diese angestrebte Entwicklung.“


Die am Mehrfachbeauftragungsverfahren teilnehmenden Architekten im Überblick:

3+architekten glogger.müller.blasi architekten + stadtplaner PartG mbB aus Augsburg, Schuller + Tham Architekten BDA aus Augsburg, GRAFT Berlin, Eicke_Becker Architekten aus Berlin, SEHW Architektur GmbH aus Berlin, KSP Jürgen Engel Architekten aus München, Koschany + Zimmer Architekten aus Essen