19
DEZ

Winter is coming: Der größte Feind des Handys ist da



Experte erklärt, worauf in der kalten Jahreszeit zu achten ist / Tipps für Panzerglasfolien und Nässe-Schäden
 
München 19. Dezember 2017. Kälte, Nässe, Stürze: Besonders die kalten Winter-Monate bringen die sensible Technik und die fragilen Gehäuse von Smartphones an ihre Grenzen. Experte Luay Georgis betreibt den mobiletheresie-Shop an der Theresie in München und hat in diesen Wochen nicht nur wegen der Vorweihnachtszeit Hochsaison. In seiner Berufslaufbahn hat er schon weit über tausend Handys gerettet – und präpariert. Nachfolgend erklärt er, welche Tipps er seinen Kunden gibt und wie sich teure Smartphones bereits vorbeugend besser schützen lassen.
 
Feind 1: Kältestarre
Sinkt die Temperatur, nimmt auch die Akkulaufzeit massiv ab. Dadurch verkürzt sich nicht nur die Sprech-, sondern ebenso die Stand-by-Laufzeit. Experte Georgis: „Bei frostigen Temperaturen hilft es, das Handy in Körpernähe zu verstauen, um von der natürlichen Wärme zu profitieren.“ Daher: Handy lieber in die Innentasche der Winterjacke packen als in die Handtasche. Außerdem sollte man das Handy nicht bei Minusgraden aufladen.
 
Feind 2: Kondenswasser
Was ist schöner, als von einem verschneiten, kalten Winterspaziergang in die vorgeheizte, warme Stube zu kommen? Was einem selbst gut tut, gilt leider nicht für den elektronischen Begleiter. Denn Handys kann ein abrupter Temperaturwechsel schaden. „Ändert sich die Außentemperatur rasch und plötzlich, kann das zu Kondenswasser im Gerät führen“, warnt Luay Georgis. Dies kann Kurzschlüsse verursachen und immense Schäden hervorrufen sowie langfristig das Innenleben korrodieren lassen. Besondere Vorsicht ist auch deshalb geboten, da Hersteller in der Regel solche Reparaturen nicht kostenfrei übernehmen. Sollte das Display doch einmal von innen beschlagen, empfiehlt Georgis, das Gerät auszuschalten. Falls möglich: Akku rausnehmen und das Handy an einem warmen Ort trocknen.
 
Feind 3: Handybruch
Einmal nicht aufgepasst und schon fällt das Handy auf den Boden. Wintersportler sollten besondere Vorsicht walten lassen. Dass Stürze kein Spaß sind und zu Verletzungen führen können, ist die eine Sache. Aber auch das Handy kann bei solchen Vorfällen schnell brechen. Schutz bieten Handyhüllen. Diese gibt es in drei verschiedenen Varianten. Erstens: Hard-Cases aus festem Kunststoff. Zweitens: Soft-Cases aus biegbaren Materialien wie beispielsweise Silikon. Drittens: Flip- und Book-Cases, die das Handy nicht nur von hinten schützen, sondern außerdem einen Deckel für die Vorderseite integriert haben. „Flip- und Book-Cases bieten besseren Schutz, da das ganze Gerät ummantelt wird. Für Wintersportler eignen sich darüber hinaus spezielle Outdoor-Hüllen. Diese sind besonders robust und schützen zusätzlich vor Feuchtigkeit“, erklärt Georgis.
 
Feind 4: Stöße
Ähnlich gefährlich für den empfindlichen Handy-Bildschirm sind Stöße. Auch diese werden durch Wintersport begünstigt und können zu teuren Schäden führen. Eine gute Idee ist Panzerglasfolie für den Touchscreen. Beim Aufkleben solcher Folien kann allerdings einiges schiefgehen. „Viele Kunden kommen mit verpatzen Folien zu mir“, sagt Georgis. Besser ist es, die Folien gleich beim Profi aufkleben zu lassen. „So werden Luftlöcher in den teuren Folien von vornherein verhindert.“
 
Feind 5: Erfrierungen
Sollten das Handy versehentlich einmal sehr lange in der Kälte vergessen worden sein, etwa über Nacht im Auto, besteht noch Hoffnung, es zu retten. Wichtig ist, das Handy ausgeschaltet zu lassen. Zudem darf es nicht zu schnell erwärmt werden. Heizung oder Föhn richten durch die schnelle Hitze Schäden an und können zu irreparablen Fehlern führen. Stattdessen empfiehlt Georgis: „Geduld hilft in diesem Fall am meisten. Am besten lässt man das Handy einen Tag lang langsam auf Raumtemperatur aufwärmen.“